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Dr. med. vet. B. Lohmann

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63303 Dreieich

Tel.: 0 61 03/8 70 14 85

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Das Hornhautgeschwür

Die Hornhaut kann auch als Fenster des Auges bezeichnet werden. Sie stellt die vordere, kuppelartige Begrenzung des Augapfels dar. Sie ist wesentlich an der Brechung der Lichtstrahlen und somit am Sehvorgang beteiligt. Die gesunde durchsichtige Hornhaut hat eine glatte und durch den Tränenfilm stets feuchte Oberfläche. Die Hornhaut ist je nach Tierart ca. zwischen 0,6 und 1,5 mm dick und setzt sich aus vier Schichten zusammen. Die Ernährung der gefäßlosen Hornhaut erfolgt über das innere Auge und über den Tränenfilm.
Die Hornhaut ist extrem reich an sensiblen Nervenfasern, daher kommt es bei Entzündungen oder Verletzungen zu Schmerzreaktionen in Form von Tränen und Zukneifen des betroffenen Auges.

Was ist ein Hornhautgeschwür?

Der medizinische Fachausdruck für ein Hornhautgeschwür ist "Ulkus korneae". Ein Geschwür der Hornhaut wird als Defekt mit Gewebeverlust bezeichnet. Es handelt sich hierbei also nicht um einen Tumor oder "Wucherung" der Hornhaut.
Der Defekt in der Hornhaut kann oberflächlich oder tief sein bzw. großflächig oder nur von kleiner Ausbreitung die Hornhaut betreffen. Je nach Schwere der Erkrankung kann es zu (dauerhaften) Seheinschränkungen, zum Sehverlust oder sogar zum Verlust des Auges kommen. Aus diesen Gründen sollte auch ein "harmloses" Hornhautgeschwür immer ernst genommen und sofort fachgerecht behandelt werden.

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Wie äußert sich ein Hornhautgeschwür?

Im Anfangsstadium fallen häufig vermehrtes Blinzeln, Zukneifen des Auges, vermehrtes Tränen und gerötete Bindehäute auf. Die Hornhaut ist im Bereich des Geschwürs meist milchig-weiß getrübt, matt und uneben. In länger bestehenden Fällen sind auch Blutgefäße in der Hornhaut zu erkennen. Besteht eine zusätzliche Infektion der Bindehaut und/oder der Hornhaut mit krankhaften Keimen, so kann eitriger Augenausfluss hinzukommen.

Wie entsteht ein Hornhautgeschwür?

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Ursachen für die Entstehung eines Hornhautgeschwürs. Verletzungen oder Fremdkörper können zu einem Hornhautgeschwür führen. Starker Befall des äußeren Auges mit krankmachenden Keimen, Viren oder Pilzen sind weitere Verursacher von Hornhautgeschwüren. Sie führen ebenfalls sekundär zu weiteren Komplikationen und zu einem erschwerten Heilungsverlauf. Bei anderen Erkrankungen des äußeren Auges (z. B. kleinen Lidtumoren, Lidfehlstellungen oder zusätzlichen Wimpern, ungenügender Lidschluss) oder des inneren Auges (z. B. Glaukom oder grüner Star) wird häufig ein Hornhautgeschwür ausgebildet. Eine wichtige Ursache für die Entwicklung eines Hornhautgeschwürs ist die ungenügende Menge und/oder Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit beim „trockenen Auge“ (Sicca Syndrom).

Bei älteren Hunden kann es aufgrund von Ernährungs- und Stoffwechselstörungen der Hornhaut zu spontanen rissartigen Defekten in der Hornhautoberfläche mit schlecht heilenden Geschwüren kommen. Auch Allgemeinerkrankungen wie Staupe, Nervenlähmungen im Kopfbereich oder Atemwegserkrankungen können u. U. zu Hornhautgeschwüren an einem oder an beiden Augen Anlass geben. Bei Pferde- und Katzenaugen spielen tierartspezifische Herpesviren (Equines oder Felines Herpesvirus) eine wichtige Rolle in der Ausbildung von Hornhautgeschwüren.

Weiterhin gibt bei den brachyzephalen (kurznasigen) Hunderassen (z. B. Pekingesen, Shi Tsu, Mops, Französische Bulldogge u. a.) die kurze Kopfform mit der exponierten Hornhaut Anlass für die Entstehung von Hornhautdefekten. Beim Boxer und beim Langhaarteckel gibt es Hornhautdefekte, die wegen einer Fehlleistung des Immunsystems (Autoimmunerkrankung) entstehen und häufig wiederkehren, man spricht in diesen Fällen auch vom Krankheitsbild der „Boxerkeratitis“ oder der „Dackelkeratitis“.

Wie wird ein Hornhautgeschwür behandelt?

Aufgrund der vielfältigen Ursachen, die zu einem Ulkus führen können, ist es unerlässlich für die erfolgreiche Behandlung zuerst den jeweiligen Grund für das Hornhautgeschwür heraus zu finden. Prinzipiell gibt es die medikamentelle und die operative Behandlung, die je nach Ursache und Schweregrad der Erkrankung angewendet werden. Oberflächliche Hornhautgeschwüre heilen im Allgemeinen durch eine mehrtägige konsequente Behandlung in Form von Augentropfen oder –salben ab.

In den meisten Fällen ist eine Behandlung der Hornhaut (Wundauffrischung) unter örtlicher Betäubung am wachen Patienten und im Beisein der Besitzer notwendig, um den Heilungsprozess in Gang zu bringen. Hierbei werden die oberen Hornhautschichten von abgestorbenen Zellen befreit und das Wachstum von gesundem Hornhautgewebe angeregt. Das geschieht mit Hilfe eines trockenen Wattetupfers oder speziell dafür ausgerichteten kleinen Instrumenten. Diese Wundauffrischung ist für den Patienten nicht schmerzhaft und wird daher gut toleriert. In jedem Fall sollte der Heilungsprozess regelmäßig kontrolliert werden, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Für besonders schmerzhafte Patienten oder aber auch als Schutz vor weiteren Verletzungen gibt es spezielle Kontaktlinsen (sogenannte Bandagelinsen), die ebenfalls unter örtlicher Betäubung eingesetzt werden können und von den Tieren sehr gut toleriert werden. Andere Ursachen für Hornhautdefekte wie Fremdkörper, fehlgestellte Wimpern, störende Haare aufgrund eines eingerollten Lides (Entropium), ein Hornhautsequester bei der Katze (Cornea nigra) u.a. bedürfen selbstverständlich immer der operativen Beseitigung, damit die Hornhaut wieder heilen kann. Tiefe Hornhautgeschwüre, bei denen die Gefahr für den Verlust des Auges besteht, müssen ebenfalls stets operativ behandelt werden. Abhängig von der Art des Geschwürs wird das Auge für einige Tage verschlossen, um die Heilung zu fördern und die Hornhaut vor äußeren Einflüssen zu schützen.

In anderen Fällen gibt es die Möglichkeit den Defekt in der Hornhaut operativ mit körpereigenem Gewebe (Pedicle Graft)zu verschließen. Es kann u. U. einige Wochen dauern, bis ein Hornhautgeschwür vollständig abgeheilt und nur noch die Hornhautnarbe (weißliche Trübung der Hornhaut) sichtbar ist. Die entstehende Hornhautnarbe kann je nach Größe und Lage das Sehvermögen des Tieres unterschiedlich stark beeinträchtigen.

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