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Das Glaukom – der grüne Star

Was ist ein Glaukom?

Das Glaukom wird auch "grüner Star" und bezeichnet die Erhöhung des Augeninnendrucks (höher als 20 mmHg) an einem oder an beiden Augen.

Im gesunden Auge wird ständig eine klare Flüssigkeit, das so genannte Kammerwasser, gebildet. Die Produktion dieser Flüssigkeit findet in einem bestimmten Bereich im hinteren Auge, dem Ziliarkörper statt. Anschließend fließt das Kammerwasser durch die Pupille in den vorderen Bereich des Auges. Der Abfluss des Kammerwassers erfolgt durch den so genannten Kammerwinkel, so dass am gesunden Auge eine ständige Zirkulation von Kammerwasser im Auge und ein Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss bestehen.

Bei Behinderung des Abflusses wird das Gleichgewicht gestört und es kommt zu einem Anstieg des Augeninnendrucks, dem Glaukom oder grünen Star. Der Augeninnendruck des gesunden Auges liegt im Bereich von 12-18 mmHg.  Bei allen unseren Haustieren kann der Augeninnendruck mit speziellen Geräten (welche die Hornhautoberfläche leicht berühren)  gemessen werden, das geschieht am wachen Tier und ist nicht schmerzhaft.

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Was sind die Ursachen eines Glaukoms?

Man unterscheidet prinzipiell zwischen zwei Arten des Glaukoms, nämlich dem Primärglaukom und dem Sekundärglaukom. Bei dem Primärglaukom kann in vielen Fällen keine andere Erkrankung an dem betroffenen Auge gefunden werden, die für eine Steigerung des Augeninnendrucks verantwortlich wäre. Häufig ist der Abfluss- oder Kammerwinkel des Auges verengt oder fehlerhaft ausgebildet, d.h. auch die angeborenen Glaukome und auch Offenwinkelglaukome zählen zu dieser Gruppe.

Bei bestimmten Hunderassen (z.B. Amerikanischer Cockerspaniel, Basset, Bouvier des Flandres, Entlebucher Sennenhund, Flat Coated Retriever, Siberian Husky, Chow Chow, Englisher Springer Spaniel, Magyar Viszla, Samojede, Tatra Hund, Holländischer Schäferhund (rauhhaar), Leonberger, Kleiner Münsterländer, u.a.) besteht eine erbliche Rassedisposition, d.h. sie neigen aufgrund einer angeborenen und vererbten Missbildung des Kammerwinkels vermehrt zu einem Primärglaukom.

Die fehlerhafte Ausbildung des Kammerwinkels kann mit Hilfe der Gonioskopie (Betrachtung des Kammerwinkels) am wachen Tier unter örtlicher Betäubung festgestellt werden und ist nicht schmerzhaft oder belastend. Beim Sekundärglaukom kommt es infolge einer anderen Erkrankung an dem Auge zu einem Anstieg des Augeninnendrucks. Die Erkrankung kann gleichzeitig auftreten oder aber auch schon länger (bis zu einigen Jahren) zurückliegen. Eine häufige Ursache für das Sekundärglaukom stellt eine Lageveränderung der Linse (Linsenluxation) im Auge dar. Hierbei kann die Linse nur teilweise oder aber auch vollständig von ihrer Befestigung im Auge abgerissen sein und bewegt sich dann "frei" im Auge, bzw. verkantet sich in den inneren Augenstrukturen. Die hieraus entstehenden Veränderungen führen zu einer Behinderung des Kammerwinkels (z.B. durch einen Glaskörpervorfall oder durch die Schwellung der Regenbogenhaut) mit daraus resultierendem Druckanstieg.

Bei vielen kleinen Terrier Rassen (z.B. Jagdterrier, Foxterrier, (Parson) Jack Russel Terrier, Miniatur Bullterrier u.a.) aber auch anderen Rassen (z.B. Kurzhaarteckel, Chinese Crested) oder Mischlingen aus diesen Rassen kann die Linsenluxation (LL) vererbt werden und führt dann im Alter von 3-7 Jahren zu den oben beschriebenen Krankheitserscheinungen. Man spricht in diesen Fällen von einer primären Linsenluxation (PLL). Mit diesen Hunden sollte aufgrund der Erblichkeit nicht gezüchtet werden, da sie diese Erkrankung an ihre Nachkommen weitergeben können.

Bei älteren Hunden und Katzen kann sich die Befestigung der Linse aufgrund von altersbedingten degenerativen Erscheinungen lockern und dann zu einer Linsenluxation führen. Weitere Ursachen für das Sekundärglaukom sind chronische Entzündungen im inneren Auge (z.B. Uveitis bei Hund und Katze, Iritis beim Kaninchen, die ERU (Equine Recurrend Uveitis) beim Pferd früher auch Periodische Augenentzündung genannt) oder Blutungen (z.B. nach Trauma, Fremdkörpern, hohem Blutdruck bei älteren Katzen) im inneren Auge, die dann im akuten und auch im chronischen Stadium zu Verklebungen im Kammerwinkel und oder der Pupille führen. Auch intraokulare Tumoren (z.B. das Irismelanom der Katze, metaplastische Verkalkungen beim Meerschweinchen) können die Entstehung eines Sekundärglaukoms verursachen. Ein Glaukom kann ebenfalls als Folge und Komplikation nach intraokularen Eingriffen entstehen.

Wie äußert sich das Glaukom?

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Glaukom immer mit massiven Schmerzen für das Tier verbunden ist! Der Druckanstieg im Auge führt, je nach Höhe und Geschwindigkeit zu teilweise starken, unerträglichen Kopfschmerzen. Trotz dieser Schmerzen können die ersten Anzeichen, die Sie als Besitzer feststellen u.U. recht unauffällig sein. Im Anfangsstadium zeigen die Tiere zunächst tränende, leicht gerötete Augen, sie kneifen das Auge zusammen und sind teilweise lichtscheu. Einige Tiere reiben die betroffene Kopfseite über den Boden oder versuchen Berührungen an der betroffenen Kopfseite zu vermeiden. Viele Tiere sind aufgrund der Schmerzhaftigkeit apathisch, schlafen viel oder zeigen einen verminderten Appetit.

Die normalerweise klare und durchsichtige Hornhaut des Auges wird milchig trüb und die Pupille zieht sich bei Lichteinfall nicht mehr zusammen. Bei längerem Bestehen (mehr als einige Tage) kommt es zu einer Vergrößerung des Auges und zu deutlichen Seheinschränkungen bis hin zum völligen (oftmals dauerhaften) Sehverlust. Katzen- und Pferdeaugen tolerieren die genannten intraokulare Veränderungen oftmals länger als das Hundeauge, so dass der Augeninnendruck bei diesen Tierarten häufig über einen längeren Zeitraum (Tage-Wochen) ansteigt, was nicht bedeutet, dass diese Tiere keine Schmerzen haben. Beim Hund kann ein Glaukom mitunter innerhalb einiger Stunden entstehen. Bei allen Tieren sollte aufgrund der Schmerzhaftigkeit und der 

Gefahr des dauerhaften Verlustes des Sehvermögens ein Glaukom immer so schnell wie möglich behandelt werden.

Wie wird das Glaukom behandelt?

In jedem Fall sollte zuerst eine medikamentelle Therapie zur Senkung des Augeninnendrucks eingeleitet werden. Abhängig von Ursache, Befund und Allgemeinbefinden des Patienten können die Tiere direkt beim Tierarzt Infusionen und/oder Injektionen mit augeninnendrucksenkenden Medikamenten verabreicht bekommen. Diese Initialtherapie wird kann dann mit Augentropfen und/oder Tabletten fortgeführt werden, welche die Kammerwasserproduktion senken und die Abflusskapazität des Kammerwinkels erhöhen. Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente in Form von Augentropfen und /oder Tabletten werden zusätzlich verbreicht.

Bei Hunden ist ein Brustgeschirr anstelle eines Halsbandes sinnvoll, da der Zug am Halsband nachweislich zum Anstieg des Augeninnendrucks führt. Nach dieser medikamentellen, oft recht aufwendigen Erstversorgung ist es wichtig die Therapie ursächlich fortzuführen. Je nach Ursache kann dafür ein operativer Eingriff notwendig sein.

Bei einer primären Linsenluxation muss die gelöste (luxierte) Linse operativ aus dem Auge entfernt werden. Bei vielen anderen Arten des Glaukoms kann der Augeninnendruck über eine dauerhafte medikamentelle Therapie mit regelmäßigen Kontrollen gut eingestellt werden, so dass ein operativer Eingriff nicht unbedingt erforderlich ist. Für die Fälle, in denen die medikamentelle Therapie nicht ausreichend ist, gibt es verschiedene operative Möglichkeiten zur Senkung des Augeninnendrucks unter Erhalt des Auges. Hierbei kann je nach Art des Glaukoms und der Vorschädigung des Auges zwischen der Lasertechnik (Cyclophotokoagulation) oder der Kryotechnik (Cyclokryotherapie) gewählt werden. Beide schonenden Methoden führen zu einer Reduktion der Kammerwasserbildung und somit zur Senkung des Augeninnendrucks.

Eine weitere sehr gute Option den Augapfel zu erhalten stellt die Implantation einer Silikonprothese in den Augapfel dar, diese Methode wird häufig bei Hunden und Pferden angewendet, deren Augen unwiderruflich erblindet sind, damit die Tiere weiterhin schmerzfrei leben können. 
In einigen wenigen Fällen können auch Medikamente, die in das Auge injeziert werden zu einer Senkung des Augeninnendrucks führen. Katzenaugen tolerieren die letzten beiden Operationsverfahren leider nicht. Bei allen Tieren bleibt bei intraokularen Tumoren, d.h. Tumoren im Auge, die zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks führen als einzige Möglichkeit die Entfernung des Augapfels. Alle Operationen werden ambulant unter Vollnarkose durchgeführt.

Welche Therapie (medikamentell und/oder operativ) bei Ihrem Tier sinnvoll ist hängt nicht nur von der Ursache und den Folgeschäden des Glaukoms, sondern natürlich auch vom Alter des Tieres, dem Allgemeinzustand, weiteren Erkrankungen und nicht zuletzt von der Narkosefähigkeit ab und wird mit Ihnen zusammen individuell auf Ihr Tier abgestimmt. Als Besitzer sollten Sie wissen, dass die Aussichten auf Heilung und vollständige Wiederherstellung des Auges und seiner Sehkraft beim Glaukom von mehreren Faktoren abhängen. Natürlich sind die Erfolgschancen höher je früher ein Glaukom erkannt und behandelt wird. Weiterhin hängt die Prognose von der Ursache des Glaukoms und möglichen weiteren Komplikationen ab.

Insgesamt ist das Glaukom eine der schwerwiegendsten Erkrankung des Auges, betrifft mit seiner schädigenden Wirkung alle Augenstrukturen und führt neben den starken Schmerzen in vielen Fällen zur Blindheit des betroffenen Auges. Ziel der medikamentellen und operativen Therapie stellt in erster Linie die dauerhafte Schmerzfreiheit des Tieres unter Erhaltung des Auges und des Sehvermögens dar.

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