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Zu den häufigsten Erkrankungen haben wir Ihnen eine Sammlung umfangreicher Daten zusammengestellt.

 

Notfall

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Dr. med. vet. B. Lohmann

Buchschlager Allee 8
63303 Dreieich

Tel.: 0 61 03/8 70 14 85

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Tipps zum Umgang mit Augensalben und -tropfen

Dieses kleine Informationsschreiben soll Ihnen helfen die verschriebenen Medikamente „ordnungsgemäß“ da zu platzieren wo sie hin sollen, nämlich in das Auge Ihres Tieres. Das hört sich erst einmal einfach an, führt jedoch manchmal sowohl beim Besitzer als auch beim Patienten zu Unstimmigkeiten und lässt dann das ganze Unterfangen scheitern. Generell kann gesagt werden, dass die Gabe von Augensalben (AS) oder Augentropfen (AT) nicht schmerzhaft ist und von unseren Haustieren gut toleriert wird. Sicherlich ist es nicht angenehm und es gibt Schöneres, jedoch ist es weniger die Verabreichung der Medikamente als die Fixation des Kopfes und die Manipulation am Auge selbst, welche von den Tieren hinterfragt und dann oftmals boykottiert werden. Ausnahmen stellen hier sehr schmerzhafte Krankheiten am Auge dar, die dann durch zusätzliche Gabe von Schmerzmitteln behandelt werden.

Die Öffnung der Tube oder Flasche soll nicht in Kontakt mit der Haut oder den Haaren des Patienten oder den eigenen Fingern kommen. Verschmutzungen und Keime können die Wirksamkeit der Medikamente beeinträchtigen und sich in der Tube oder der Flasche festsetzen und dann in das vorgeschädigte Auge gelangen. Hieraus ergibt sich zwangsläufig, dass AS generell nicht mit dem Finger, Wattestäbchen oder ähnlichen „Instrumenten“ verabreicht werden sollten.
Damit die AS/AT auf das Auge bzw. in den Bindehautsack des Auges gelangen ist es sehr hilfreich, wenn der Hund/die Katze den Kopf nach oben nimmt, so dass Sie die AS/AT von oben auf das Auge geben können.

Die Hand mit der Sie das Medikament geben sollte immer Kontakt mit dem Kopf des Tieres halten, damit bei Abwehrbewegungen das Auge durch die Tuben-/Flaschenspitze nicht verletzt wird. Mit der anderen Hand fixieren Sie den Kopf und versuchen die Lider etwas zu spreizen. Es genügt wenn das Medikament zwischen Ober- und Unterlid gelangt, es muss nicht unbedingt wie beim Menschen in den Bindehautsack gegeben werden.

Kleine Tiere (Hunde, Katzen, Hasen u.a.) können Sie vor sich auf einen Tisch oder auf Ihren Schoß setzen, mit dem Rücken zu Ihnen, dann haben Sie schon eine Begrenzung nach hinten. Größere Hunde sitzen am besten vor Ihnen, ebenfalls mit dem Rücken zu Ihnen.

Wichtig ist, dass Sie nicht versuchen ganz „zufällig“ die Medikamente zu geben, z.B. wenn das Tier gerade schläft, seien Sie sich sicher Ihr Tier merkt es sowieso und danach geht es nur noch schlechter. Augensalben und Augentropfen tun nicht weh und es ist jedem Tier zumutbar sich die Gabe derselbigen gefallen zu lassen.

Notfalls nehmen Sie bei Hunden in den ersten Tagen einen Beißschutz (Maulkorb) zur Hilfe. Sehr wichtig ist es, die Tiere nach erfolgreicher (!) Mitarbeit ausgiebig zu loben, damit es beim nächsten Mal leichter geht. Katzen sind manchmal leider nicht so leicht vom Sinn der Zusammenarbeit zu überzeugen wie Hunde, hier hilft in einigen Fällen das Einwickeln des Tieres in ein Handtuch. Mit Schimpfen oder Zwang kommen wir bei Katzen nicht weiter.

Oft ist es so, dass Sie die AS/AT leichter geben können, wenn Sie dies mit einigen Streicheleinheiten am Kopf verbinden. Also: schon die bewusste Gabe der Medikamente jedoch in Zusammenhang mit etwas Angenehmen.

Hasen oder andere Nager sind im Allgemeinen sehr kooperativ. Im Unterschied zu Hund und Katze wird bei ihnen die AS unter das leicht abgespreizte Oberlid gegeben, AT können auf das Auge getropft werden.

Bei Pferden spreizen Sie mit der einen Hand Ober- und Unterlid auf und geben dann die AT/AS in den Bindehautsack. Einige Pferde lassen sich die Gabe von Augenmedikamenten sehr gut gefallen, in der Regel sollten Sie jedoch zumindest zu Anfang die AS/AT mit einer Hilfsperson geben. Auch bei Hasen und Pferden hat sich ausgiebiges Loben nach erfolgreicher Gabe der Medikamente bewährt.

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Tieraugenpraxis, Tieraugenarzt, Augenerkrankungen bei Tieren, Tierarztpraxis, Augenkrankheiten, Augenverletzungen, Tieraugenkrankheit, Notfallpraxis, Augenheilkunde, Dreieich, Frankfurt, DarmstadtGabe von Augentropfen (AT): Hund
  • man sollte aus hygienischen Gründen eine Tube/Flasche immer nur für 1 Tier verwenden
  • das Haltbarkeitsdatum der Medikamente nach Anbruch ist einzuhalten, in der Regel sind das 4 Wochen (maximal 8 Wochen) und ist auf der Packung vermerkt (Tipp: schreiben Sie sich auf die Verpackung das Öffnungsdatum)
  • ebenso sollte das Verfallsdatum beachtet werden, das ist das Datum bis zu welchem das Medikament ohne Anbruch verwendet werden sollte 
  • in den meisten Augenmedikamenten sind keine Konservierungsstoffe vorhanden, aus diesem Grund sind die Packungen auch immer so klein und die Verkeimungsgefahr so gross
  • weiterhin kommen ca. 90% der verwendeten Augenmedikamente aus der Humanmedizin, dementsprechend sind die Packungsbeilagen nur bedingt auf unsere Patienten anwendbar, Unklarheiten und Fragen sollten Sie mit Ihrem behandelnden Tierarzt besprechen
  • bei starken Sekretabsonderungen ist es sinnvoll und hilfreich das Auge vor der Gabe der Medikamente zu reinigen, am besten geht das mit speziellen Augenreinigerlösungen (die gleichzeitig auch oft einen desinfizierenden und schleimlösenden Effekt haben) oder aber auch mit handelsüblicher Kochsalzlösung oder abgekochtem lauwarmem (!) Wasser, bitte verwenden Sie keinen Tee oder Kamillelösungen, tierische Augen reagieren leicht mit Reizungen auf diese Zusammensetzung
  • die Lagerung der Augenmedikamente sollte so erfolgen, wie es vom Hersteller angegeben wird. Es hängt von der Zusammensetzung und auch von den Wirkstoffen ab, ob die Medikamente bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank verwahrt werden sollten. Also bitte darauf achten. Einige AS lassen sich besser verabreichen wenn die Tube kurz vorher in der Hand vorgewärmt wird.
  • Bitte verwenden Sie nie alte AS/AT, die Sie von einer früheren Behandlung Ihres Tieres aufgehoben haben, auch wenn Sie der Meinung sind es handele sich um die gleiche Erkrankung wie damals, bitte halten Sie immer vorher Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Besser wäre es, nach Behandlungsabschluss nur die Verpackung des verwendeten Medikamentes zu verwahren, damit Sie immer wissen mit welchen Medikamenten Ihr Tier vorbehandelt wurde und „nicht in Versuchung kommen“ doch die alten Medikamente zu verwenden. 

 

 

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